Fernstudienakademie
Dr. Gereon Franken &
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Sie werden es aus Ihrem privaten Leben kennen: Wann immer ein Wandel ansteht, sorgt dieser schon im Vorfeld für eine ganze Menge Stress.
Dabei ist es sogar egal, ob es sich um eine positive oder negative Veränderung handelt.
Positive Veränderungen können z.B. sein:
Natürlich gibt es auch jede Menge negativer Veränderungen, die schwer zu verkraften sind, so z.B.:
In jedem Fall hat man eine ganze Menge damit zu tun, sich mit diesen veränderten Umständen zu arrangieren und im neuen Alltag anzukommen.
Warum fällt uns diese Anpassung eigentlich so schwer, selbst bei Dingen, die wir im Grunde positiv bewerten?
Sie kennen sicherlich das Sprichwort: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier.“ Und tatsächlich: An dieser Binsenweisheit ist eine ganze Menge Wahres! Wie leicht und einfach ist es doch, wenn wir uns an nichts Neues gewöhnen müssen, die immer gleichen Wege gehen können, ohne uns noch groß darum kümmern zu müssen, ob wir denn eigentlich das Richtige tun.
Wenn etwas Neues in unserem Leben passiert, Veränderungen unausweichlich sind und Anpassungsprozesse von uns erwartet werden, dann passiert fast immer das Gleiche: Wir wehren uns, schließen die Augen vor der Realität und wollen liebend gerne im Alten und Bekannten verharren, weil uns das Neue schlicht und ergreifend Angst macht.
Nicht viel anders ist es, wenn ein Unternehmen oder eine Behörde einen grundlegenden Wandel vollziehen muss.
Dabei geht es vielleicht um solche Veränderungen wie:
All dies sind Prozesse des Wandels und solche Prozesse verlangen allen daran Beteiligten eine ganze Menge ab, nämlich:
Im Rahmen von Veränderungsprozessen, etwa in Behörden und Unternehmen, wird dabei oftmals die Hilfe eines externen Beraters, eines sog. Changemanagers, hinzugezogen. Changemanager sehen sich in ihrer Arbeit als Begleiter und „Trainer“, die sowohl dem Einzelnen als auch dem Unternehmen als Ganzem dabei helfen wollen, im neuen Alltag anzukommen.
Bis dahin ist ein weiter Weg zurückzulegen. Denn auch große Veränderungen geschehen nicht „in einem Rutsch“, sondern bestehen aus vielen kleinen Schritten.
Die Arbeit eines Change-Managers lässt sich in sechs Etappen einteilen:
In vielen Unternehmen und Behörden ist es nicht anders als im Privatleben: Wir verschließen möglichst lange die Augen davor, dass sich etwas ändern muss. Es „läuft“ doch eigentlich gar nicht so schlecht; eine wie auch immer geartete Veränderung würde doch nur Stress bringen.
Dabei werden negative Aspekte gerne übersehen:
Erst wenn allen klar wird, dass Veränderungen unausweichlich sind, kann es wieder bergauf gehen.
Ein Changemanager muss sich genau überlegen, wer für sein Change-Projekt wirklich wichtig ist:
Im Rahmen des Changemanagement muss eine Vision entstehen, wie der Alltag nach dem Changeprojekt denn eigentlich aussehen soll:
Damit wirklich alle an einem Strang ziehen, ist es wichtig, die Ziele bekannt zu machen. Natürlich müssen alle Beteiligten ebenfalls die Möglichkeit haben, ihre Sicht der Dinge kund zu tun und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu formulieren. Wichtige Informationskanäle könnten z.B. sein:
Dies ist sicherlich die wichtigste Phase des Changemanagements: Hier wird das neue Vorgehen erklärt, bislang Unbekanntes erprobt und gemeinsam mit allen Beteiligten eingeübt – bis sich nach und nach der Berufsalltag eines Jeden tatsächlich verändert.
Wichtig ist dabei, dass allen klar ist, welchen Nutzen sie eigentlich persönlich von dem aktuellen Wandel haben. Nur wer sich Vorteile verspricht, ist dazu geneigt, sein Verhalten tatsächlich zu ändern.
Dies klappt um so besser, wenn die Veränderungen Schritt für Schritt passieren und so auch kleine Erfolge sichtbar sind.
Die Arbeit eines Changemanagers hört jetzt noch lange nicht auf, denn es muss ja sichergestellt werden, dass der Wandel tatsächlich Bestand hat.
Damit das gelingt, gibt es verschiedene Vorgehensweisen, so z.B.:
Wichtig ist, dass allen Beteiligten klar ist und auch möglichst alle davon überzeugt sind, dass es mit dem „neuen“ Verhalten tatsächlich „besser“ klappt, dass das eigene Unternehmen vielleicht auf dem Markt nur so konkurrenzfähig bleibt und sich den sich verändernden Marktbedürfnissen erfolgreich anpasst.
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