Fernstudienakademie
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Hier scheiden sich die Geister. Die einen sind fest überzeugt, dass das Grundeinkommen für alle kommen wird, ja muss, die anderen glauben, das sei nur etwas für Tagträumer und Faulenzer. Zur Festigung oder zur Aufgabe des eigenen Standpunktes empfehle ich das Buch von Götz Werner, Chef der Drogeriekette dm. Er erläutert, warum heute schon sehr viele Menschen nicht mehr von einem eigenen Einkommen leben und warum sich die Spirale nicht zurückdrehen lässt. Seine Ansätze sind nicht alle auf Euro und Cent ausgerechnet und nicht alle komplett durch analysiert, aber sie sind interessant und nachdenkenswert. Der Beschreibung seiner eigenen Firmenkultur widmet er evtl. etwas viel Platz im Buch, aber auch das tut er, um seine Thesen zu unterstreichen.
Wenn Götz Werner ein philosophierender Sonderling wäre, würde ich vielleicht auch zweifeln, dass die Idee umsetzbar ist, aber Werner ist selbst Geschäftsmann und hat ein florierendes Unternehmen aufgebaut. Er spricht nicht aus dem Wolkenkuckucksheim, sondern belegt jede Überlegung mit realistischen, nachprüfbaren Fakten.
Ach wäre das schön, wenn wir das endlich in die Tat umsetzen würden. Nicht etwa, weil dann alle faulenzen könnten, sondern weil dann jeder seine Talente viel besser einsetzen könnte. Ich frage mich immer, wer ein Interesse daran hat, das Grundeinkommen nicht einzuführen. Es würde ein Menge Stress genommen, der heute viele Krankheiten und viel Leid verursacht. www.unternimm-die-zukunft.de.
Ulrike Oertel (www.messe-event-schmiede.de)
Werner, Götz W.: Einkommen für alle. Köln 2007.