Fernstudienakademie
Dr. Gereon Franken &
Anne Oppermann GbR
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Wenn man sich die Menschen ansieht, die bereits in der Erwachsenenbildung arbeiten, so trifft man häufig auf Dozenten und Dozentinnen, die über keine universitäre pädagogische Ausbildung verfügen, also keine Diplompädagogen oder Lehrer sind, sondern beispielsweise Steuerberater, Krankenschwestern oder -pfleger, Germanisten oder Handwerksmeister. Doch auch ohne Studium findet man unter diesen Dozenten viele richtig „gute“ Lehrer oder Lehrerinnen.
Was muss man denn eigentlich können, welche Kenntnisse sollte man mitbringen, wenn man Dozent bzw. Dozentin in der Erwachsenenbildung – etwa an einer Volkshochschule, einer Familienbildungsstätte oder bei einem privaten Lehrinstitut werden möchte?
Eine erfahrene Trainerin nennt drei Punkte, die notwendig sind, wenn jemand als Dozent erfolgreich arbeiten möchte:
Teilnehmer haben sehr feine Antennen dafür, ob sich ihr Dozent für das Seminarthema wirklich begeistern kann. Nur wenn alle Teilnehmer merken, wie sehr ihr Dozent an diesem Thema hängt und wie wichtig es ihm ist, wird es ihm gelingen, seine Zuhörerschaft zu motivieren.
Um diese Begeisterung vermitteln zu können, muss der Dozent neben den vorhandenen Fachkenntnissen auch über pädagogische und methodische Fähigkeiten verfügen, die in unserem Fernkurs vermittelt werden.
Gute Dozenten sind immer auch eine Art „Gastgeber“: Sie offerieren ihren Gästen (bzw. Teilnehmern) verschiedene (Lern-) Angebote und lassen sie mitentscheiden, wie viel sie in welcher Zeit lernen möchten. Im Gegenzug erwarten sie allerdings auch eine gewisse Mithilfe ihrer „Gäste“: Diese müssen sich „einbringen“, damit die Veranstaltung zu einem Erfolg werden kann.
Hinter dem Gedanken des Gastgebers steckt das Konzept der Teilnehmerorientierung: Maßstab für die Konzeption und Gestaltung des Seminars oder der Unterrichtsreihe ist die teilnehmergerechte Aufbereitung von Themen. Dementsprechend nimmt die Vermittlung einer „kundenorientierten“ Grundhaltung innerhalb dieses Fernkurses einen großen Raum ein.
Gute Dozenten sind immer dann gute Gastgeber, wenn sie ihren Gästen (bzw. Teilnehmern) eine Menge zutrauen. Um genau zu erkennen, was die Teilnehmer können, welche Fähigkeiten sie mitbringen und was ihnen zuzumuten ist, muss der Dozent allerdings einen ganz besonderen Blickwinkel einnehmen: Nicht „ich als Lehrperson“ bin wichtig, sondern mein Gegenüber, der Teilnehmer bzw. die Teilnehmerin.
Auch dieser Aspekt wird in dem Fernkurs „Dozent / Dozentin in der Erwachsenenbildung“ umfassend thematisiert.
Der Fernlehrgang richtet sich an alle Interessenten, die sich im Rahmen eines Fernstudiums die erforderlichen didaktischen und methodischen Kenntnisse aneignen möchten, um eine Tätigkeit als Dozent bzw. Dozentin in der Erwachsenenbildung ausüben zu können.
Der Fernlehrgang erhebt dabei nicht den Anspruch, ein pädagogisches Studium zu ersetzen. Die Zielrichtung dieses Lehrgangs ist es vielmehr, Ihnen eine praxisorientierte Anleitung zu bieten, die Sie in die Lage versetzt, Ihr (auf anderem Wege erworbenes) persönliches oder berufliches Wissen erfolgreich als Dozent bzw. Dozentin zu vermitteln.
Es werden ausdrücklich keine Vorbildungsvoraussetzungen als zwingend notwendig für eine erfolgreiche Teilnahme an dem Fernlehrgang „Dozent / Dozentin in der Erwachsenenbildung“ bezeichnet. Empfehlenswert sind allerdings
Typische Aufgaben eines Dozenten in der Erwachsenenbildung bestehen beispielsweise darin,
Die folgende Inhaltsübersicht soll Ihnen zeigen, wie diese Anforderungen durch die sieben Lehrhefte dieses Fernkurses abgedeckt werden.
Lehrheft 1: Die Rolle des Dozenten in der Erwachsenenbildung
Die Lehrerpersönlichkeit, Was ist „gute“ Lehre?, Didaktische Reduktion, Teilnehmerorientierung, Was ist ein „guter“ Dozent?, Psychologische Hintergründe, Tätigkeitsfelder, Status, Mitarbeit und Bewerbung bei Bildungseinrichtungen, Verträge und Honorare, Qualitätskontrolle
Lehrheft 2: Teilnehmer und Teilnehmerinnen in der Erwachsenenbildung
Menschenbild, Motive, Lernen als Veränderungsprozess, Bildungsverhalten, Weiterbildungsarten, Nutzen von Weiterbildung, Geschlechterverteilung, Teilnehmerverwaltung und Kundenbindung, Lernverhalten und Lernstile, Formen des Lernens, Lerntheoretische Grundlagen, Lerntypen und -gewohnheiten, Teilnehmerorientierung, Dozentenverhalten
Lehrheft 3: Didaktik in der Praxis
Die Kursankündigung als Marketinginstrument, Organisatorische Rahmenbedingungen, Teilnehmerzahl, Räume und Materialien, Zusammenarbeit mit dem Veranstalter, Phasen des Einstiegs, typische Problemsituationen, Konfliktmanagement, „Drop-Out“, Abschluss
Lehrheft 4: Transfer und Evaluation, Bedarfsanalyse und Konzeption, Auftragsklärung, Planung des Seminars, Sicherung der Ergebnisse, Lerntransfer, Transfer-Methoden zu Beginn/während/am Ende/nach Abschluss des Kurses, Evaluation, Typischer Ablauf von Evaluationen, Evaluationsmethoden
Lehrheft 5: Methoden und deren Einsatz in der Erwachsenenbildung
Grundfragen der Methodenauswahl, Sozialformen des Lernens, Methoden zur Inhaltserschließung, Präsentierende/stofforientierte/kommunikative/kreative/spielerische Methoden, Methoden zur Erhöhung der Beteiligung
Lehrheft 6: Mediennutzung und E-Learning in der Erwachsenenbildung
Medienmix, Pinnwand und Moderatorenkoffer, Flipchart, Overhead-Projektor, Beamer und Laptop, Kassetten/CDs, Videos/DVDs, E-Learning: Phasen des Online-Lernens, Rolle des Online-Tutors, Lehrmethoden
Lehrheft 7: Bildungsmarketing
Die Ware Bildung, Dozenten, Trainer, Institute und „ihr“ Markt, Leistung „fassbar“ machen, Das eigene Profil entwickeln und schärfen, Wer ist mein Kunde?, Qualität mit Garantie, Marketinginstrumente, PR-Arbeit, Netzwerken
In diesem Fernkurs haben wir erstmals ein innovatives Konzept der individuellen Kursbetreuung umgesetzt.
Ihr Kursbetreuer steht Ihnen selbstverständlich während des gesamten Fernlehrgangs mit Rat und Tat zur Seite, besonders aber, wenn es um die Einsendeaufgaben geht. Dabei ist es vorgesehen und durchaus auch erwünscht, dass Sie erst einmal Entwürfe oder Teillösungen zu den einzelnen Aufgaben erstellen, die Sie dann in einem ersten Schritt von Ihrem Kursbetreuer kommentiert, evtl. auch mit weiter führenden Fragen oder Hinweisen, zurückbekommen.
Erst im zweiten Schritt senden Sie Ihre endgültige Lösung ein, die Ihr Kursbetreuer dann wiederum mit seinem Kommentar und diesmal auch mit einer Benotung versehen an Sie zurückschickt. Auf diese Weise wollen wir Ihnen in einem praxisbezogenen Dialog dabei helfen, Ihre Möglichkeiten als (zukünftiger) Dozent bzw. als Dozentin in der Erwachsenenbildung kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Den Einsendeaufgaben und dort insbesondere den umfangreichen Fallaufgaben kommt innerhalb dieses Fernlehrgangs eine besondere Bedeutung zu. Diese Aufgaben ermöglichen Ihnen eine selbständige, aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten des Fernkurses, indem Sie den Stoff der Lehrhefte immer wieder auf Ihre eigene, individuelle Situation übertragen und im Hinblick auf Ihre (geplante) Lehrtätigkeit anwenden. So erwerben Sie mit diesem Fernlehrgang nicht nur abstraktes Wissen, sondern auch grundlegende Fertigkeiten, die Sie im Alltag als Dozent bzw. Dozentin benötigen.
Im Rahmen der insgesamt zehn Fallaufgaben werden Sie u.a. Analysen der eigenen (potenziellen) Zielgruppe anfertigen; Sie werden detaillierte Kurskonzepte erstellen, Unterrichtsstunden planen, Methoden und Medien passend zu dem eigenen Lehrangebot auswählen, eine Auftragsklärung vornehmen, Lernziele bestimmen und Evaluationsinstrumente entwickeln.
Wo immer dies möglich ist, sollen Sie auf diese Weise Bausteine Ihrer eigenen (zukünftigen) pädagogischen Tätigkeit erstellen und am besten auch gleich ausprobieren. Dabei werden wir Sie natürlich nach Kräften unterstützen und Sie ermutigen, diese Bausteine auch in der Praxis anzuwenden und anschließend über Ihre Erfahrungen zu berichten!
Der Fernkurs „Dozent/Dozentin in der Erwachsenenbildung“ umfasst 7 Lehrbriefe und dauert entsprechend (in der Regel) 7 Monate; ein Beginn ist jederzeit möglich. Diese Regelstudienzeit von 6 Monaten können Sie bei Bedarf beliebig verlängern oder verkürzen - ganz nach Ihren persönlichen Vorstellungen.
Die Kursgebühr liegt bei 130 Euro monatlich (insgesamt 910 Euro). Ein Anmeldeformular finden Sie hier.
Wir haben eine ausführliche Informationsbroschüre zusammengestellt, der Sie alle weiteren Informationen, etwa zu den individuellen Voraussetzungen, zum Ablauf des Fernstudiums oder zum Abschlusszertifikat, entnehmen können. Diese Broschüre senden wir Ihnen gerne zu, wenn Sie uns Ihre Postanschrift mitteilen.
Bitte verwenden Sie dazu unser Kontaktformular.