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(Fern-) Studieren mit Kind – Tipps für eine besondere Lebenslage

Fernunterricht ist für viele Eltern die ideale Lernform: Man lernt am eigenen Schreibtisch und das auch noch zu Zeiten, die man sich weitestgehend selbst aussucht.

 

Besser geht es doch eigentlich nicht!

„Besser geht es nicht!“, möchte man meinen. Trotzdem kostet es eine ganze Menge Nerven, Energie und Organisationstalent, ein Fernstudium neben Job und Familie zu „wuppen“. Vielleicht hilft Ihnen die folgende Checkliste schon ein wenig weiter, damit es in Zukunft noch ein bisschen besser klappt!

  • Schon vor Kursbeginn sollten Sie möglichst viel umorganisieren!
  • Einigen Sie sich mit Ihrer Familie, wer in Zukunft welche Aufgaben z.B. im Haushalt übernimmt, um Ihnen Freiräume fürs Lernen zu schaffen.
  • Machen Sie Ihren Lieben klar, inwieweit auch sie von Ihrem Lernprojekt profitieren können. Was hat die Familie davon, wenn Sie am Kursende Ihr Abschlusszertifikat in der Tasche haben?

 

Nehmen Sie Hilfe an!

Lassen Sie sich helfen, wann immer es geht. Dabei sollten Sie lernen, möglichst genau zu definieren, wen Sie für welche Aufgabe brauchen können!

  • Kann in Zukunft vielleicht die Oma die Kinder vom Kindergarten abholen?
  • Soll Ihre Schwester Essen für Sie und Ihre Lieben vorkochen?
  • Lohnt es sich, eine Putzhilfe zu beschäftigen?
  • Kann Ihr Mann/Ihre Frau nicht sowieso viel besser bügeln als Sie?
  • Wie wäre es, wenn die Paten Ihrer Kinder die lieben Kleinen mal einen ganzen Sonntag lang mit in den Zoo nähmen?

 

Spielen Sie mit offenen Karten!

  • Informieren Sie Ihre (älteren) Kinder über Ihr Lernprojekt und zeigen Sie ihnen Ihre Lernunterlagen. So verstehen Ihre Kinder besser, dass Sie in der nächsten Zeit wirklich eine ganze Menge zu tun haben!
  • Vielleicht setzen Sie sich sogar ab und an gemeinsam hin, um „Hausaufgaben“ zu machen?
  • Wenn Ihre Kinder bereits im Kindergarten oder in der Schule versorgt werden, fragen Sie nach, ob Sie diese Betreuungszeiten ausweiten können.
  • Informieren Sie Ihren Kursbetreuer über Ihre Familiensituation; er (oder sie) kann Ihnen dann u.U. besondere Unterstützung zukommen lassen.
  • Suchen Sie den Kontakt zu Mitstudierenden, die in der selben Lebenslage sind. Sie wissen ja: Geteiltes Leid ist halbes Leid!
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Und wann soll ich lernen?

  • Viele Fernstudierende nutzen vor allem die Zeit, wenn die Kinder im Bett sind, zum Durcharbeiten ihrer Lehrbriefe.
  • Vielleicht können Sie auch mit Ihren Nachbarn wechselseitige Betreuungsabende organisieren: Jeder nimmt die Kinder des anderen, so dass sich für alle Beteiligten Freiraume ergeben, die Sie als Fernstudierender dann eben nicht für einen Kinobesuch, sondern zum Lernen nutzen.
  • Auch die Mittagspause eignet sich gut zum Lernen!

 

Seien Sie kein Perfektionist!

Schrauben Sie Ihre Ansprüche herunter:

  • Ihre Noten müssen sich nicht immer im Spitzenbereich bewegen.
  • In der Kindererziehung können Sie Ihre Prinzipien auch mal etwas gelassener betrachten und alle Fünfe gerade sein lassen.
  • Der Haushalt ist erst dann dran, wenn Sie wieder mehr Zeit dafür haben.

Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Fernstudium – und ein herzliches Dankeschön an alle Fernstudierenden, die mir Ihre Tipps und Tricks in dieser besonderen Lebenslage verraten haben!

Anne Oppermann

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